Zahlen und Fakten

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu unserer Feuerwehr. Im Organigramm erhalten Sie einen Einblick in den organisatorischen Aufbau. Unsere Statistik gibt einen eindrucksvollen Einblick in die Einsätze der letzten Jahre, unterteilt in die einzelnen Alarmanlässe. Auch die aufgewendeten Stunden während Übungsdienstes und Einsätzen werden hier dokumentiert. In der Geschichte finden Sie die wichtigsten Ereignisse seit Gründung der Feuerwehr – diese wird regelmäßig aktualisiert!

 

Im folgenden finden Sie die Jahresberichte in Kurzform. Die ausführlichen Jahresbericht sind in der Rubrik Statistik zu finden.

Jahresbericht 2020

Ein besonderes Jahr 2020, dessen Auswirkungen uns noch länger beschäftigen werden, ist nun vorbei. Mit Beginn der Pandemie erfolgte auch eine bis heute anhaltende Umstellung von Dienstabläufen. Maskenpflicht, ausfallende Dienste sowie veränderte Abläufe im Einsatz beherrschten unseren Feuerwehr-Alltag.

Trotzdem waren wir als Feuerwehr zu jedem Zeitpunkt einsatzbereit. Insgesamt mussten wir zu 505 Einsätzen ausrücken, die sich in 197 Brandeinsätze und 308 Hilfeleistungseinsätze aufteilen. Es konnten 117 Menschen gerettet und Sachwerte im Wert von ca 4.018.500,00 € erhalten werden. Im vergangenen Jahr wurden 24.496 Stunden in die Feuerwehr investiert, was durchschnittlich 149 Stunden bzw. 19 Arbeitstagen pro aktivem Mitglied entspricht.

Im Brandbereich sind wir weiterhin auf einem konstant hohen Niveau – 106 Klein- und Entstehungsbrände, 9 Mittelbrände sowie 7 Großbrände mussten gelöscht werden. Dazu kommen 19 blinde Alarme, 54 Fehlalarme (beispielsweise von Brandmeldeanlagen oder Rauchwarnmeldern) und 3 böswillige Alarme. Auffällig hoch war die Anzahl an Feuern in Gebäuden.

Ende März brannte die Küchenzeile eines China-Restaurants in der Harburger Straße. Durch den gezielten Innenangriff konnte das Feuer zügig bekämpft werden. Im Mai wussten wir zum dritten Mal zu einem Wohn- und Geschäftsgebäude in Hahle ausrücken, bei dem es zu Brandstiftungen gekommen war. 38 Bewohner konnten in den frühen Morgenstunden aus dem Gebäude evakuiert werden.

Ende Juni konnte durch das beherzte Eingreifen mehrerer Anwohner ein größeres Feuer verhindert werden – ein in Brand gesteckter Strandkorb in der Altstadt wurde vom angrenzenden Gebäude weggezogen, was ein Übergreifen der Flammen verhinderte. Im August beschäftigte uns ein ausgedehnter Dachstuhl- und Wohnungsbrand eines Wohngebäudes in der Klaus-Groth-Straße. Ebenfalls im August mussten wir zu einem sehr dramatischen Einsatz ausrücken – hier hatte ein Mann mit einer brennbaren Flüssigkeit hantiert und sich dabei selbst entzündet.

Am 18. September brannte eine verlassene Lagerhalle Am Güterbahnhof, die erst mit dem Einsatz aller Einheiten der Stadtfeuerwehr nach mehreren Stunden gelöscht werden konnte und sich zum größten Einsatz des vergangenen Jahres entwickelte.

Mehrere brennende PKW und ein Kleintransporter beschäftigten uns im Oktober. Im November brannte eine Küche in der Trift aus, nur 7 Tage später mussten wir ein brennendes Wohnzimmer am Geestberg löschen.

Anfang Dezember brannte es im Erdgeschoss eines Hauses in der Harsefelder Straße. Nur durch den schnellen Innenangriff durch zwei Trupps konnte ein Übergreifen der Flammen auf die weiteren Stockwerke verhindert werden.

Überörtlich waren wir sowohl im Stadtgebiet (Bützfleth, Wiepenkathen) als auch außerhalb in Balje-Hörne, Harsefeld, Drochtersen-Hüll, Deinste, Horneburg, Wischhafen und Lamstedt im Einsatz.

Auch der Hilfeleistungsbereich forderte uns wie gewohnt. Auffällig hoch war die Anzahl an Tierrettungen im Jahr 2020. Insgesamt 20 Mal mussten Enten, Rehe, Hunde, Katzen, eine Eule, ein Papagei sowie eine Kuh gerettet werden. Dazu kommen 48 Sturmeinsätze (davon 35 bei Sturm „Sabine“), 74 Tür- und Aufzugsöffnungen, 21 Unterstützungen für den Rettungsdienst, 4 Öleinsätze, 12 Umwelteinsätze und 15 Verkehrsunfälle. Auch unsere Wasserrettung war wie immer gefordert. 10 Mal musste unsere Boots- und 6 Mal unsere Tauchergruppe ausrücken. Bei den Hilfeleistungseinsätzen konnten insgesamt 65 Personen aus Notlagen oder unmittelbarer Lebensgefahr gerettet werden.

 

 

Jahresbericht 2019 der Feuerwehr Stade

621 – das ist die Anzahl an Einsätzen, die durch die beiden Züge der Ortsfeuerwehr Stade im vergangenen Jahr abgeleistet wurden.
Die Einsätze teilen sich in 242 Brandeinsätze und 379 Hilfeleistungen. Die folgende Auflistung sind die besonderen Einsätze des letzten Jahres.
Die Wasserrettung dominierte mit spektakulären Einsätzen den Sommer. Unsere Einsatztaucher kamen 7x bei Personensuchen, Leichenbergungen und bei der Wasserrettung zum Einsatz, unsere Bootsgruppe wurde zu 24 Hilfeleistungen auf der Elbe alarmiert. Gekenterte Jollen, Personen im Fahrwasser, die Menschenrettung von Kreuzfahrtschiffen oder auch die Havarie des 37m langen Lotsenschoners „Elbe No 5“, die unsere Einsatzkräfte durch Zufall beobachteten und sofort eingriffen und somit 42 Personen das Leben retten konnten, bleiben in lebhafter Erinnerung.
Direkt am Anfang des Jahres stand das Erdgeschoss eines Wohnhauses in Vollbrand, hier konnte das Haus leider nicht mehr gerettet werden. Im März verfolgte uns eine Serie von Brandstiftungen am Güterbahnhof. Hier mussten wir mehrmals ausrücken und mehrere Feuer im Gebäude bekämpfen. Im Verlauf kam es dabei auch zu Brandstiftungen im Benedixland.
Auffällig hoch war die Anzahl an PKW-Bränden: Rund 19 Mal mussten wir ausrücken, um Fahrzeuge zu löschen.
Es konnte durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr in Riensförde ein Garagenbrand gelöscht werden, ohne dass dieser auf das Wohnhaus übergriff. Auch Anfang Mai konnte eine in Vollbrand stehende Gartenlaube gelöscht werden, bei der das Feuer auf die direkt angrenzenden Häuser mitten in der Stader Altstadt überzugreifen drohte.
Im Juli brannte eine Wohnung in der Brinkstraße komplett aus, eine Katze konnte glücklicherweise aus der Wohnung gerettet werden – die ursprüngliche Meldung, dass sich noch Menschen in der Wohnung befänden, bestätigte sich nicht.
Im September rückten wir zwei Mal zu einem brennenden Schuppen in Stade Hahle aus, der sich direkt neben einem Wohnheim für behinderte Menschen befand.
Unsere Drehleitern waren überörtlich bei Groß- und Mittelbränden als Unterstützung für die Feuerwehren Grünendeich, Isensee, Hollern, Aspe, Dollern und Engelschoff im Einsatz.
Der Brandbereich teilt sich auf in:
50 Entstehungsbrände und 75 Kleinbrände,11 Mittelbrände, 6 Großbrände und 29 überörtliche Brandeinsätze. Dazu kommen 17 blinde Alarme, 70 Fehlalarme (beispielsweise ausgelöste Brandmeldeanlagen und Rauchmelder), 6 böswillige Alarme und 5 Alarmübungen. Es wurden Werte von über 5,4 Millionen erhalten und 8 Personen gerettet.
Desweiteren gab es 28 Verkehrsunfälle (11 mit Personenschaden), 3 davon waren mit eingeklemmter Person. Im Sommer wurden wir, wie bereits oben beschrieben, zu zahlreichen Wasserrettungseinsätzen alarmiert.
Im Juli erwischte uns ein kurzes, aber heftiges Sommergewitter. Innerhalb von kurzer Zeit mussten insgesamt 16 Einsatzstellen in der Stadt abgearbeitet werden. Ebenfalls im Juli wurden wir zu einem Chemiebetrieb in Ottenbeck gerufen. Hier lief durch einen Unfall Pflanzenschutzmittel aus. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurden im Chemieschutzanzug kontaminierte Gegenstände aufgenommen und Flächen gereinigt.
Im September rückten wir zu einem ungewöhnlichen Einsatz auf der B73 aus. Eine „nichtheimische“ Spinne wurde durch einen Bürger in seinem Fahrzeug gesichtet. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen im PKW konnte keine Spinne gesichtet werden.
Auch im September wurden wir zu einem Schiffsbrand auf der Elbe Krummendeich alarmiert. Auf einem 132m langen Frachtschiff war es zu einer Verpuffung gekommen, bei dem zwei Seeleute schwer verletzt wurden und ein Seemann sein Leben ließ. Ein Eingreifen unsererseits war nicht erforderlich.
Im Dezember holte uns ein „Klassiker“ in jedem Jahr ein: zwei Mal mussten wir zum Anleger Stadersand ausrücken, weil PKWs bei Hochwasserlagen vom überfluteten Anleger geborgen werden müssen. An diesem Tag musste auch ein Angler gerettet werden, als sein Rückweg durch das Hochwasser abgeschnitten worden war.

Insgesamt gab es 6 Tierrettungen, 39 sturmbedingte Einsätze (im Vergleich 2017: 222), 5x Hochwasser, 11x Wasser im Keller, 12x Öl auf Straße/Wasser, 15x Hilfeleistungen für den Rettungsdienst, 59 Tür- und Aufzugsöffnungen, 27 Umwelteinsätze und 90 Sicherheitswachen. Bei allen Hilfeleistungen wurden insgesamt 108 Menschen aus unmittelbarer Lebensgefahr oder Notlagen gerettet.
Im Jahr 2019 haben wir 14.630 Einsatzstunden und 20.210 Stunden für Aus- und Weiterbildung, also insgesamt 34.840 Stunden für die Feuerwehr investiert.