15 - 12 - 2019

10.05.2014 - PKW-Bergung aus einem Gewässer


Pkw-Bergung aus einem Gewässer

Das war das Thema einer Übung mit der Tauchergruppe der Ortsfeuerwehr Stade und Mitgliedern des zweiten Zuges der Stader Feuerwehr.

In einem Teich im Gewerbegebiet Süd wurde ein eigens für solche Zwecke präparierter Pkw versenkt und musste geborgen werden. Angenommen wurde, dass sich noch eine Person im Fahrzeug befindet, während ein zweiter Beteiligter unter Wasser außerhalb des Wagens gesucht werden muss.

Gemeinsam wurden die notwendigen Schritte und Maßnahmen besprochen, die bei so einer Einsatzlage abzuarbeiten sind. Sollte der Löschzug die Schadenstelle vor den Tauchern erreichen, so können die Einsatzkräfte wertvolle Vorarbeit leisten, um die Zeit bis zum Eintreffen der Wasserrettungskräfte zu überbrücken. Dazu gehört das Befragen von Passanten genauso wie das vorsorgliche Absuchen des Uferbereichs nach möglichen Opfern.

Mit dem Eintreffen der Feuerwehrtaucher wird unverzüglich eine Unterwassersuche nach dem verunfallten Fahrzeug und gegebenenfalls nach vermissten Personen eingeleitet. Die Kenntnis der genauen Unfallumstände, zum Beispiel durch Beobachtungen von Passanten ist dabei enorm wichtig, dadurch kann man unter Umständen das Suchgebiet eingrenzen und so die Vermissten schneller finden.

Parallel zur Suche der Taucher können jetzt die anderen Feuerwehrkräfte die Bergung des Fahrzeugs vorbereiten und beispielsweise einen Greifzug aufbauen, mit dem später der Pkw geborgen wird.

Sobald ein Taucher den Wagen gefunden hat, überprüft er, ob sich noch Personen darin befinden und bringt diese dann ans Ufer. Nach Vermissten außerhalb des Fahrzeugs wird systematisch in einem Halbkreis-Suchverfahren getaucht, das stellt sicher, dass die Fläche lückenlos abgesucht wird, denn die Sicht unter Wasser ist für den Taucher gleich null.

Auch bei dieser Übung wurde der versenkte Pkw schnell gefunden und auch der „Dummy“ außerhalb des Fahrzeugs konnte schnell ans Ufer gebracht werden. Danach befestigten die Taucher Drahtseile an den Achsen und mit Hilfe des Greifzuges wurde der Wagen wieder an Land geholt. Damit bei solchen Übungen kein Umweltschaden entsteht, ist dieser Pkw besonders vorbehandelt. Er hat keinen Motor mehr und ist komplett entölt, so dass keine Gefahr einer Gewässerverunreinigung besteht.

Nach etwa zweieinhalb Stunden war das Übungsszenario abgearbeitet und der Leiter des Tauchwesens Dennis Ebeling und Zugführer Frank Umlandt waren mit dem Verlauf äußerst zufrieden. Auch den mitwirkenden Feuerwehrleuten machte die Aktion Spaß, auch weil die Mitglieder des zweiten Zuges mit dem Thema Wasserrettung sonst nicht so häufig konfrontiert sind.

Bilder
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Gelungene Übung, zufriedene Teilnehmer
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Letzte Abstimmung vor dem Abtauchen
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Taucheinsatzleiter und Zugführer sprechen sich ab
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Mit dem Greifzug wird das Fahrzeug geborgen
  
Bilder und Text: Feuerwehr Stade
  

 

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